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Azawakh
Windhund der Sahel - Nomaden

2000:
Unsere ABIS - Expedition 2000 begann in Tin Akoff / Burkina Faso und führte uns nach Mali bis ins östliche Azawakhtal.
Meine Aufgabe war die Überwachung des Transportes der 500 Dosen Tollwutimpfstoff für die in der Region Tin Akoff lebenden Azawkhs sowie die statistische Erfassung der Hunde in Burkina Faso und Mali. Außerdem oblag mir, wie schon bei früheren Expeditionen, die medizinische Betreuung unserer Reisegruppe und soweit es unsere Mittel erlaubten, die medizinische Nothilfe in den von uns aufgesuchten Siedlungen und Nomadenlagern.
Auch bei dieser Expedition war geplant, ausgesuchte Welpen für die Zucht in Europa zu importieren.
Auf dem Weg ins östliche Azawkhtal besuchten wir mehrere Nomadenlager, in denen sehr schöne erwachsene Hunde, aber leider keine Welpen lebten. Am zehnten Tag erreichten wir Inekar als östlichsten Punkt unserer Expedition, wo wir einen ortsansässigen Führer anheuerten. Dieser berichtete uns, dass wir seit 8 Jahren die ersten Fremden seien, die diese Region bereisten. Er versprach, uns in die Nomadenlager zu führen, die zur Zeit Welpen hätten.
Die nun folgenden Fahrten führten über alte Kamelpfade, teils über Dünen und teils durch Geröllwüsten und strapazierten sowohl uns als auch unsere Fahrzeuge bis an die Belastbarkeitsgrenze.
Am 10.Februar erreichten wir morgens ein recht großes Nomadenlager. Die Bewohner hielten in einem kleinen Korral eine ca. 4-5 Wochen alte Hündin mit einer dunklen Decke. Die Besitzer führten uns in das Lager der Mutterhündin, wo wir die restlichen Welpen und den wahrscheinlichen Deckrüden begutachten konnten. Zum Abschied schenkte uns das Oberhaupt des ersten Lagers die kleine Hündin mit der dunklen Decke, damit besaßen wir den ersten Welpen unserer Reise. Unseren zweiten Welpen erhielten wir bereits im nächsten Lager. Dort hatte sich die Mutterhündin mit den zwei ihr verbliebenen Welpen, einer hellsandfarbenen und einer roten Hündin, in ihre Würfhöhle zurückgezogen. Auf das Angebot, uns einen Welpen auszusuchen, entschieden wir uns für die rote Hündin.Wir nannten sie Mariam
Auf der Suche nach einem Platz zur Mittagsrast bemerkten wir plötzlich im Gegenlicht auf einem Dünenkamm die wunderschönen Silhouetten zweier Azawakhs. Als wir die Hunde erreicht hatten, sahen wir das es sich um einen Rüden und eine Hündin mit Gesäuge handelte. Diese Mutterhündin war hellsandgestromt und entsprach von Körperbau und Ausstrahlung genau meinem Wunschbild- und sie hatte Welpen.

Da ich meinem Mann hatte versprechen müssen, keinen weiteren Hund für unser heimisches Rudel mitzubringen, blieb ich ,um nicht schwach zu werden, zunächst bei unserem Lagerplatz und bereitete das Mittagsessen vor, während die anderen Expeditionsmitglieder das Touaregcamp besuchten. Als das Essen fertig war, kamen meine Freunde mit ihrem Willkommensgeschenk, zwei kleinen Rüden, zurück. Sie wurden begleitet vom Lagerchef, dessen Sohn sowie einigen Frauen und Kindern und der Mutterhündin nebst zwei erwachsenen Rüden. Der Touareg Chef und sein Sohn unterhielten sich eine längere Zeit mit mir und baten mich um einige Verbandstoffe und Medikamente, die ich ihnen gerne gab. Anschließend forderten Sie mich auf ebenfalls in ihr Lager zu kommen, und überreichten mir dort als persönliches Geschenk eine hellsandfarbene gestomte Welpenhündin, die ein Ebenbild ihrer wunderschönen Mutter zu werden versprach.
Nunmehr hatten wir fünf Welpen zu versorgen. Die größeren konnten schon selbständig essen, die drei kleinsten benötigten noch die Flasche. Am nächsten Tag sahen wir in einem von uns besuchten Nomadenlager eine hochelegante rote Hündin mit ihrem fast noch vollständigem Wurf. Nachdem wir uns die Welpen angesehen hatten, durften wir uns eine Hündin als Geschenk aussuchen, was wir hocherfreut auch warnahmen.- Sie wurde sogleich Taytok getauft.

Zurück in Tin Akoff wurden unsere sechs Welpen, von Ayads Azawakhrudel wie selbstverständlich aufgenommen. Eine Hündin blieb sogar in unserem Lager um die Welpen zu bewachen und ihrem "Lieblingskind" Futter vorzuwürgen.
Einer der Rüden aus dem Azawakhtal blieb bei Ayad ag Inachanan, unserem Führer und ABIS - Vertrauensmann in Tin Akoff, er hat sich, wie wir bei der Expedition 2001 feststellen konnten, prächtig entwickelt und wird eine Bereicherung für Ayads Azawakhzucht sein. Die anderen fünf Welpen leben heute in Deutschland und sind zu hochtypischen lebensfrohen Azawakhs herangewachsen.
Mein Geschenk, die kleine Alhamziat, lebt heute in Bayern bei einer Freundin von mir mit einer Münsterländer-Hündin, einer Neufundländer-Hündin ,einer Azawakh-Hündin sowie ihrer Ziehmutter, einer Amerikan Bulldog-Hündin.
Taytok und Mariam leben in einem Azawakhrudel bei Züchterinnen in Frankfurt/Main und München, Dschagir, der Bruder von Alhamziat, reiste zu zwei Nackthundemischlingen, einer Shi Tzu-Hündin und einem ebenfalls importierten Azawakhrüden, Azabor, dem Vater von meinem C-Wurf, nach Berlin. Unsere erste kleine Hündin, Chaydara, aus dem Korral lebt heute in Berlin als Einzelhund bei einer jungen Frau.
Ich bin sicher, dass diese Hunde aus der afrikanischen Wiege der Azawakhs die europäische Zucht bereichern werden.

Christiane Thier-Rostaing
Fotos








































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